„Beratung und Aufsicht bei Angeboten der stationären Erziehungshilfe mit freiheitsentziehenden Maßnahmen“

[12.05.2017]  Im Rahmen der 122. Arbeitstagung der BAG Landesjugendämter (April 2017) wurden die Handlungsempfehlung „Beratung und Aufsicht bei Angeboten der stationären Erziehungshilfe mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (feM)" beschlossen.

Die Handlungsempfehlungen richten sich insbesondere an die Betriebserlaubnis erteilenden Behörden und beschäftigen sich mit freiheitsentziehenden Maßnahmen im Bereich der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (§§ 34, 35a Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII in Verbindung mit § 1631b BGB, §§ 71, 72 JGG und § 42 Abs. 5 SGB VIII, § 42a Abs. 1 SGB VIII).

Sie enthalten eine Beschreibung des Vorgehens und der Verfahren der Betriebs­erlaub­nis erteilenden Behörden bei Einrichtungen mit freiheitsentziehenden Maß­nahmen, vermitteln einheitliche Standards und verstehen sich als Nach­schlag­werk und Leitfaden für die Praxis der Heimaufsicht.

Ein besonderes Gewicht erlangen die Handlungsempfehlungen durch die ein­stim­mige Beschlussfassung aller 16 Bundesländer im Kontext einer bundesweit (fach-)­politisch sehr kontrovers geführten Diskussion um freiheitsentziehende Maß­nah­men.

Das ZBFS – Bayerisches Landesjugendamt hat sich intensiv in den Erarbeitungs­pro­zess der Handlungsempfehlungen eingebracht und stuft sie als wichtigen Beitrag für die Praxis der Betriebserlaubnis erteilenden Behörden im Kontext freiheits­ent­zie­hen­der Maßnahmen ein. Für Bayern haben die Handlungs­emp­feh­lungen eine be­son­dere Bedeutung vor dem Hintergrund, dass hier bundesweit derzeit die meisten Plätze mit freiheitsentziehenden Maßnahmen angeboten werden.

Handlungsempfehlung „Beratung und Aufsicht bei Angeboten der stationären Erziehungshilfe mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (feM)“