Zuständigkeiten für Leistungen und andere Aufgaben

Das Kinder- und Jugendhilferecht unterscheidet grundsätzlich zwi­schen einer sachlichen Zuständigkeit und einer örtlichen Zu­stän­dig­keit.

Sachliche Zuständigkeiten beschreiben die mögliche Leistungen und Angebote, die von den Behörden der öffentlichen Jugendhilfe be­reit­ge­hal­ten werden und Berechtigten in unterschiedliche intensiver Form anzubieten sind.
Darüber hinaus dienen sachliche Zuständigkeiten zur Abgrenzung einzelner Sozialleistungsbereiche bei sich überschneidenden oder inhaltlich deckungsgleichen Leistungsangeboten.

Örtliche Zuständigkeiten bestimmen einerseits die Wirkungsbereiche von Jugendhilfebehörden vor allem innerhalb kommunaler Finan­zie­rungs­ver­ant­wortung auf horizontaler Ebene und andererseits innerhalb politisch-hierarchischer Grenzen für alle Jugendhilfeaufgaben auf ver­tikaler Ebene, die über die kommunale Finanzierungsverantwortung hinausgehen.