Fortbildungskonzeption

Konzeptionelle Grundlagen zum Fortbildungs­auftrag des Bayerischen Landesjugendamtes

In der Fortbildungskonzeption verdeutlicht das Landesjugendamt seinen Fortbildungsauftrag und sein Fortbildungsprofil:

  • Das Bayerische Landesjugendamt im Zentrum Bayern Familie und Soziales übernimmt die Aufgaben des überörtlichen Trägers gemäß § 85 Abs. 2, Nr. 1, 2 und 8 SGB VIII. Nach den landes­recht­lichen Ausführungsbestimmungen ist das Landes­jugend­amt prinzipiell für Fortbildungen und Beratungen der öffentlichen und freien Jugendhilfe sachlich zuständig, mit Ausnahme der Fort­bildung und Fachberatung in der Jugendarbeit sowie damit zusammenhängenden Fragen der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Jugendschutzes, die dem Bayerischen Jugend­ring übertragen sind (Art. 16, 19 BayKJHG).
  • Alle Veranstaltungen dienen der Weiterentwicklung und Ver­ein­heitlichung der Leistungsstandards der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern.
  • Das Fortbildungsprogramm vermittelt die fachlichen Positionen des Landesjugendamts, um eine qualitative Gesamtentwicklung in der Jugendhilfe zu sichern. Es nimmt dabei Fort­bildungs­vor­schläge aus der Praxis vor Ort und aus den eigenen Fort­bil­dungs­ver­anstaltungen auf (Nachfrageorientierung).
  • Zielgruppe der Fortbildungen sind die bayerischen Fach- und Führungskräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie ehrenamtlich Tätige in der Jugendhilfe. Für jede einzelne Veranstaltung wird die Zielgruppe differenziert festgelegt.
  • Das Kooperationsgebot des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, also die Zusammenarbeit etwa mit der Kinder- und Jugend­psy­chia­trie, Schule, Polizei, Gericht u.a. wird nicht nur bei einzelnen Veranstaltungen durch die Öffnung für die verschiedenen Be­rufs­grup­pen realisiert, vielmehr erfolgt bereits die Programmplanung soweit als möglich in Abstimmung mit entsprechenden Fortbildungsveranstaltern.
  • Für die Qualität der Fortbildungen sind die Kursleiterinnen und Kursleiter sowie die Referentinnen und Referenten von zentraler Bedeutung. Sie verfügen über einschlägige Praxiserfahrungen, soziale und persönliche Kompetenzen sowie über spezifisches Fachwissen für die Fortbildung von Fachkräften der Jugendhilfe. Sie arbeiten nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung, sorgen für den Praxisbezug und gewährleisten eine Integration der Ressourcen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Auseinandersetzung mit den Fortbildungsinhalten.
  • Die Umsetzung von Fortbildungsergebnissen liegt in der Ver­ant­wor­tung der Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie bei deren Vorgesetzten, die den Transfer des Gelernten im beruflichen Alltag ermöglichen.
  • Die Auswahl und Belegung der Tagungshäuser erfolgt nach Kri­te­rien, die der Bedeutung des Lernsettings für den Fort­bil­dungs­erfolg Rechnung tragen.
  • Die 1999 veröffentlichte Fortbildungskonzeption stellt das Kern­stück eines umfangreichen Qualitätshandbuches dar. Die darin ebenfalls beschriebenen Arbeitsprozesse und Qualitäts­stan­dards, sowie die Checklisten und Formulare werden regel­mäß­ig fortgeschrieben.