Beratung

Die Förderung der Erziehung in der Familie bündelt verschiedene Be­ratungsformen und -anlässe zur früh- und rechtzeitigen Unter­stüt­zung von Familien in ihren jeweiligen Lebenssituationen. Diese sind zu unterscheiden von den weiterführenden Beratungsformen in den Hilfen zur Erziehung.

Rechtsgrundlagen

Im Achten Sozialgesetzbuch sind verschiedene Formen der Beratung als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe normiert:

  • Die Beratung zur Förderung der Erziehung in der Familie (§ 16 SGB VIII) stellt ein präventives Angebot für Familien dar; Familien sollen befähigt werden, eigenständige Lösungen für erzieherische Probleme zu erarbeiten.
  • Die Beratung in Fragen der Partnerschaft sowie Trennung und Scheidung (§ 17 SGB VIII) ist eine präventive, der Eskalationen vor­beu­gen­de Hilfe sowie eine Unterstützungsform zur Bewältigung manifester Krisen und Konflikte.
  • Die Beratung und Unterstützung zur Ausübung der Per­sonen­sorge und des Umgangsrechts (§ 18 SGB VIII) richtet sich an alle Mütter, Väter, Kinder, Jugendliche und Heran­wach­sen­de, um Fra­gen zur Ausübung der Per­sonen­sorge, Abgabe einer Sorge­er­klär­ung, Ausübung des Umgangsrechts oder Geltend­machung von Unterhalts(-ersatz-)ansprüchen zu klären.

Bei allen Beratungsleistungen nach §§ 16, 17, 18 SGB VIII steht das Kindeswohl im Vordergrund. Vorrangiges Ziel dieser Unter­stützungs­angebote ist es, frühzeitig Situationen herbeizuführen, die dem Wohl der betroffenen Kinder dienen.