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Des Weiteren präsentierte sich das Projekt „Früh er-
kennen – präventiv fördern“, bei dem das Kreisju-
gendamt Eichstätt und das System der Gesund-
heitsbereiche, hier vertreten durch die LMU Mün-
chen, zusammenarbeiten. Es dient der Früherken-
nung von Teil-Leistungsstörungen, der Beratung
von Eltern und dem Verhindern von psychischen
Folgen der Teil-Leistungsstörungen für die betroffe-
nen Schulkinder (vgl.
http://tinyurl.com/yc339l3c).
Zu guter Letzt wurde die heilpädagogische Ambu-
lanz an der Grundschule Halfing vorgestellt. Ein Pro-
jekt, das die Feststellung von Entwicklungsauffällig-
keiten bei Kindern zu einem sehr frühen Zeitpunkt
ermöglicht. Hier arbeitet das Kreisjugendamt Rosen-
heim mit dem Staatlichen Schulamt Rosenheim zu-
sammen. (Als Ansprechpartner für weitere Informa-
tionen steht Jugendamtsleiter Johannes Fischer
zur Verfügung).
Nach der Vorstellung der Best-Practice-Beispiele
waren alle Jugendamtsleitungen dazu aufgerufen,
den Kooperationsgedanken nun selbst in die Praxis
umzusetzen: In vier unterschiedlichen Workshops
wurde mit Vertreterinnen und Vertretern anderer
Leistungssysteme angeregt diskutiert und erarbei-
tet, welche Faktoren für eine gelingende Koope-
ration wichtig sein können. Die Workshops teilten
sich nach den jeweiligen Schnittstellen der Kinder-
und Jugendhilfe zu den Systemen Schule, Arbeits-
verwaltung und Gesundheitswesen auf. Folgende
Kooperationspartner stellten sich dankenswerter-
weise für den gemeinsamen Prozess zur Verfügung:
MITTEILUNGSBLATT
02-2017
Schule I
Schule II
Arbeitsverwaltung Gesundheitswesen
Thomas Novy
(Schulamt
Oberallgäu)
Richard Steurer
(Regierung
Schwaben)
Angelika Elsner
(Schulamt
Rosenheim)
Elmar Vögel
(Schulamt
Oberallgäu)
Wolfgang Gabler
(Agentur für Arbeit
Kempten-
Memmingen)
Roland Lumpe
(Agentur für Arbeit
Kempten-
Memmingen)
Alwin Baumann
(Fachklinik Wangen)
Nora Volmer-Berthele
(Gesundheitsamt
Ravensburg)
Zunächst verständigten sich die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer in den Workshops über eigene und
gemeinsame Ziele der verschiedenen Systeme. Für
einen kleinen Einblick in die theoretischen Grundla-
gen und den Arbeitsalltag des jeweils anderen sorg-
ten Systemvorstellungen in Form von kurzen Vor-
trägen. Anschließend stellten sich die Anwesenden
gemeinsam den spannenden Fragen, wie der Zu-
stand der Kooperationen aktuell zu bewerten ist und
wie deren Idealzustand definiert werden könnte.
Auf dieser Grundlage konnten von den Teilnehme-
rinnen und Teilnehmern praxisnahe Handlungsmög-
lichkeiten zusammengetragen werden.
Hierzu wurden konkrete Maßnahmen, wichtige Fak-
toren, Ziele, mögliche Alternativen und die Zustän-
digkeiten beschrieben.
Folgende Erkenntnisse konnten daraus gewonnen
werden: