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T H EMA
MITTEILUNGSBLATT
02-2017
Die Erkenntnisse der Tagung wird das Bayerische
Landesjugendamt als Grundlage zur weiteren Bear-
beitung des Themas Kooperation verwenden.
Der Tag wurde abgerundet durch die Abendveran-
staltung, in der traditionsgemäß die scheidenden
Jugendamtsleiterinnen und Jugendamtsleiter für
ihre Tätigkeit gewürdigt und von den verbleibenden
Kolleginnen und Kollegen in den wohlverdienten
Ruhestand verabschiedet wurden.
Am dritten Tag der Veranstaltung begrüßte der Prä-
sident des Zentrums Bayern Familie und Soziales,
Dr. Norbert Kollmer, die Tagungsteilnehmerinnen
und -teilnehmer und betonte seinerseits die heraus-
ragende Bedeutung der systemübergreifenden Ko-
operation zum Wohl der jungen Menschen in
Bayern.
Anschließend berichtete der Leiter des Bayerischen
Landesjugendamts, Hans Reinfelder, vom Sachstand
der Teilverlagerung des BLJA nach Schwandorf, die
voraussichtlich Anfang des Jahres 2020 vollzogen
sein wird. Die derzeitige Umbruchphase sei geprägt
von einer starken Personalfluktuation, die mit hohen
Anstrengungen, die fachliche Qualität der Arbeit im
Landesjugendamt zu erhalten, kompensiert werden
müsse.
Die Teamleitungen des Bayerischen Landesjugend-
amts, Claudia Flynn, Grit Hradetzky, Dr. Harald
Britze und Roger Leidemann, stellten zudem die
wichtigsten Befassungen in ihren Teams vor: Ar-
beitsgruppe zu Kosten- und Zuständigkeitsfragen,
Befassungen zu Lasertag-Anlagen unter Jugend-
schutz-Gesichtspunkten, das neue Erscheinungsbild
des online-abrufbaren Bayerischen Erziehungsratge-
bers (vormals „Eltern im Netz“), die im Team Hilfen
zu Erziehung – Zentrale Adoptionsstelle mit erarbei-
teten Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft
Landesjugendämter zum Umgang mit unbegleiteten
Minderjährigen, zum Betriebserlaubnisverfahren in
freiheitsentziehenden Einrichtungen, zur Adoption
sowie aktuell zu entwickelnden fachlichen Empfeh-
lungen zur Erziehungsberatung als Hilfe zur Erzie-
hung auf Landesebene, zur Erziehungsbeistand-
schaft / Betreuungshelfer und zum betreuten Woh-
nen. Außerdem wurde aus dem Arbeitskreis zur
Auslotung der Möglichkeiten der Implementierung
von Ombuds- bzw. Beschwerdestellen in Bayern be-
richtet. Das Team Fortbildung informierte über die
neue und zeitgemäße Ausrichtung von Fortbil-
dungsformaten, die Webinare als auch blended-lear-
ning-Konzepte für die Fortbildung der Fachkräfte in
der Jugendhilfe beinhalten werden.
Schließlich berichtete die Leiterin des Referats II 5,
Jugendhilfe im Bayerischen Sozialministerium, Isa-
bella Gold, von den derzeitigen Befassungen des
Ministeriums im Bereich der Kinder- und Jugend-
hilfe. Einen Schwerpunkt nimmt auch dort die ge-
plante „SGB-VIII-Reform“ ein, aber auch zum Thema
Kinderschutz und unbegleitete Minderjährige fallen
weiterhin intensive Befassungen an.
Hans Reinfelder schloss die Tagung mit dem Hin-
weis auf die nächste Gesamtbayerische Jugend-
amtsleitungstagung in der Stadt Coburg, die vom
23. – 25. April 2018 stattfinden wird.
Dass die Tagung 2017 ein Erfolg war, lag sicher
auch an den umfangreichen gemeinsamen Vorberei-
tungen der Jugendamtsleitungen mit dem Bayeri-
schen Landesjugendamt. Auch die Evaluation
bestätigt den erfolgreichen Tagungsverlauf.
Wir sehen uns in Coburg!
Claudia Flynn, Grit Hradetzky, Stephanie Lauter-
bach, Roger Leidemann, und Sabine Müller
Wie schätzen Sie den
InformaƟonsgewinn durch die Tagung
für Ihre Arbeit ein?
sehr hoch
hoch
miƩel
wenig
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ar-
beitstagung in enger Zusammenarbeit mit den
Jugendamtsleitungen. Denn nach der Tagung ist
vor der Tagung.