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T H EMA
Abbildung 2: „Kennst Du den LHR Bayern?“
Befragte Heimjugendliche mit Kenntnis zur Existenz des LHR
Bayern (n=198).
3.2. Zentrale Aufgaben des Landesheimrates
Auf die Frage, welche Aufgaben dem LHR zukommen,
ergab eine Priorisierung aus der Sicht von befragten
Heimjugendlichen die folgende Reihenfolge:
1. Bearbeitung von Beschwerden von Heimjugend-
lichen
2. Beratung von Heimräten in Bayern
3. Interessen von Jugendlichen im Landesjugendhilfe-
ausschuss vertreten
4. Forderungen von Heimjugendlichen formulieren
5. Beratung einzelner Jugendlicher in bayerischen
Heimen
3.3. Informiertheit über die Aktivitäten des Landes-
heimrates und Zufriedenheit mit dem Landes-
heimrat
Über die Aktivitäten des LHR Bayerns fühlen sich 66 %
der 34 Heimjugendlichen mit Kenntnis über den LHR
Bayern „sehr schlecht“ oder „eher schlecht“ infor-
miert. Dessen ungeachtet wird der LHR als Vertre-
tungsgremium auf Landesebene von 75 % der befrag-
ten Heimjugendlichen, die ihn kennen (n=34) als
grundsätzlich notwendig erachtet. 67 % der Jugendli-
chen, die ihn kennen, sind mit seiner Arbeit zufrieden
oder sogar sehr zufrieden. Von den befragten Jugend-
lichen mit Kenntnis zum LHR werden solche Aufgaben-
bereiche, die eine Vertretung im Rahmen des Systems
der Jugendhilfe zum Inhalt haben, als überwiegend
wichtig und erfolgreich bewertet (siehe Abbildung 3).
Abbildung 3: „Wie erfolgreich war der LHR Bayern bis-
her insgesamt bei der Umsetzung dieser Aufgaben?“
Gruppe der Heimjugendlichen mit Kenntnis vom LHR Bayern
(n=34). In absteigenden Mittelwertangaben. (1: Sehr erfolg-
reich; 2: Eher erfolgreich; 3: Eher nicht erfolgreich; 4: Gar nicht
erfolgreich).
3.4. Gründe für die Mitarbeit im Landesheimrat und
dessen Notwendigkeit
Auf die Frage „Was sind für dich die wichtigsten
Gründe, warum Du im LHR Bayern mitarbeiten wür-
dest?“ wird von den 34 Heimjugendlichen, die den LHR
kennen, mit 16 Nennungen als häufigste Antwortmög-
lichkeit „Ich möchte etwas für uns Heimjugendliche
und Heimkinder verändern“ angekreuzt. Es folgen „Ich
möchte etwas dazulernen“ mit 9 Nennungen und „Ich
möchte mehr erfahren, über das Leben anderer Ju-
gendlicher“ mit 8 Nennungen.
Legt man den Fokus von den Heimjugendlichen auf die
Gruppe der IPSHEIM-Jugendlichen, fällt auf, dass die
IPSHEIM-Jugendlichen die Arbeit des LHR als noch
deutlich wichtiger und erfolgreicher einschätzen als die
Gruppe der Heimjugendlichen. Sie fühlen sich besser
informiert und sind zudem eher bereit, selbst im LHR
aktiv zu werden. Die IPSHEIM-Jugendlichen sind mit
dem LHR Bayern zufriedener, sie empfinden ihn als er-
folgreicher und die Aufgaben des LHR als noch wichti-
ger als die Heimjugendlichen.
So geben 75 % der 34 Heimjugendlichen, die den LHR
Bayern kennen, an, ein LHR sei grundsätzlich „Sehr“
MITTEILUNGSBLATT
04-2017
Ja
19%
Nein
81%
2,73
2,69
2,46
2,41
2,34
2,27
2,2
2,1
2,07
2,07
1
1,5
2
2,5
3
ArƟkel für die Anliegen von
Heimjugendlichen für die Presse…
DemonstraƟonen für die Interessen von
Heimjugendlichen organisieren
Beratung einzelner Jugendlicher in
bayerischen Heimen
Info- und Diskussionsveranstaltungen
für Heimjugendliche organisieren
Forderungen von Heimjugendlichen zu
formulieren
Verteilen von InformaƟonsbroschüren in
bayerischen Heimen
Bearbeitung von Beschwerden von
Jugendlichen aus bayerischen Heimen
InformaƟonsmaterial für
Heimjugendliche erstellen
Beratung von Heimräten in Bayern
Interessen von Heimjugendlichen im
Landesjugendhilfeausschuss vertreten