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T H EMA

des Heimrats im Schnitt als noch wichtiger einschätzen

als die Vergleichsgruppe der Heimjugendlichen. Die

Bearbeitung von Beschwerden liegt analog auf Rang 1,

aber mit einem Mittelwert von 1,08 bei „Sehr wichtig“.

(vgl. Abbildung 6: Heimjugendliche liegen bei 1.65).

Die Vertretung von Interessen von Heimjugendlichen

in der Einrichtung werten die IPSHEIM-Jugendlichen

mit einem Mittelwert von 1,19 ebenfalls als „Sehr

wichtig“ (siehe Abbildung 6: Heimjugendliche liegen

bei 1,73).

So kann man zu diesen Punkten resümierend sagen,

dass die Gesamtheit der befragten Heimjugendlichen

das Gremium „Heimrat“ überwiegend als wirkmächtig

und notwendig empfindet. Die IPSHEIM-Jugendlichen

sehen (analog zum LHR) auch das Gremium Heimrat

als noch notwendiger und wirkmächtiger an, als die

Gruppe der Heimjugendlichen. Zudem sind sie mit der

Arbeit der Heimräte zufriedener und schätzen deren

Aufgaben als noch wichtiger ein.

4.2. Wahrnehmung von Beteiligungsmöglichkeiten

im Heimalltag

Die nachfolgenden Vergleiche zeigen, dass in den Ein-

richtungen, in denen ein Heimrat existiert, auch ein

wesentlich höheres Niveau an vorhandener Alltagsbe-

teiligung erlebt wird. Die befragten Heimjugendlichen

erleben sich insgesamt in ihrer Lebensplanung, in den

Wohngruppen und insbesondere auf Einrichtungs-

ebene als deutlich öfter beteiligt, falls in ihrer Einrich-

tung ein Heimrat vorhanden ist. Zudem fühlen sie sich

dann auch besser über ihre Rechte informiert. Im Ein-

zelnen dazu die Ergebnisse:

MITTEILUNGSBLATT

04-2017

Beteiligung in Heimen

mit Heimrat

Beteiligung in Heimen ohne

Heimrat

Berufswahl

92%

71%

Schulwahl

60%

46%

Erziehungsplan

57%

46%

Hilfeplan

53%

53%

Berichte an das Jugendamt

34%

21%

Beteiligung in Heimen

mit Heimrat

Beteiligung in Heimen ohne

Heimrat

Fernsehnutzung

57%

64%

Auszahlung Taschengeld

52%

54%

Essensfragen

53%

47%

Handynutzung

50%

31%

Nutzung PC / Spielkonsolen

41%

33%

Internet / E-Mail-Zugang

30%

42%

Wahl und Gestaltung von

Ferienreisen

35%

17%

Erstellung von Gruppenregeln

30%

7%

Einzug von neuen Bewohner/Innen

7%

0%

a) Beteiligungsmöglichkeiten an persönlichen Belangen des Jugendlichen

Abbildung 7: Beteiligungserleben von Jugendlichen mit und ohne Heimrat in der Einrichtung

b) Beteiligungsmöglichkeiten in der Wohngruppe